<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?><pres:item xmlns:pres="http://kulturarvsdata.se/presentation#"><pres:version>1.3.0</pres:version><pres:buildDate>2026-08-06</pres:buildDate><pres:itemLabel xml:lang="sv">artikel</pres:itemLabel><pres:dataQuality>Rådata</pres:dataQuality><pres:id>3625108</pres:id><pres:service>arkiv</pres:service><pres:organization xml:lang="sv">Statens museer för världskultur - Etnografiska museet</pres:organization><pres:organizationShort>SMVK-EM</pres:organizationShort><pres:type xml:lang="sv">Dokument</pres:type><pres:entityUri>http://kulturarvsdata.se/SMVK-EM/arkiv/3625108</pres:entityUri><pres:idLabel>00139</pres:idLabel><pres:description xml:lang="sv">Artikel på tyska av Andreas Schlothauer som han skickade till Etnografiska museet, Stockholm, inför sitt besök 2015.</pres:description><pres:content xml:lang="sv">hinsichtlich des Materials und der Technik, sondern auch der 
regionalen Herkunft und zum Teil auch der Verwendung. Eine Folge 
ist, dass alte, seltene und besonders interessante Objekte nicht 
ausgestellt werden. Eine weitere Folge ist, dass die Objekttexte in 
der Datenbank und auf den Karteikarten meist banale oder falsche 
Informationen enthalten und der qualitativ schlechteste Teil von 

                                                                                                                                                Dr. Andreas Schlothauer	 	 20. Januar 2015

                                                                                                     www.andreasschlothauer.com // mail@andreasschlothauer.com 
 2

Tabelle 1 : Statistik

347 Objektnummern 	
	 	 	 Absolut	in %
Eingangsjahr vor 1900	 91	 26,2
Eingangsjahr nach 1900	 256 	 73,8

Region/Ethnie ungenau oder falsch
	 insgesamt 	 57	 16,4
	 davon vor 1900	 36 	 39,6
	 nach 1900	 21	 8,2

Typus/Körperteil falsch
	 insgesamt 	 34	 9,8
	 davon vor 1900	 32	 35,2
	 nach 1900	 2	 0,6

« Wie werden 
Ergebnisse in 
die Datenbank 
integriert? »





Ausstellungen und Katalogen sind, obwohl sie das Fundament sein 
müssten. Die meist deutlich längeren thematischen Ausführungen 
basieren nicht auf der Objektanalyse, sondern auf einem 
Zusammenfassen von Texten, wodurch mögliche Widersprüche zwischen 
Literatur und Objekten nicht bemerkt werden.

A. ÜBERBLICK

Im Bestand des Museum Volkenkunde Leiden sind Federschmuck-
Objekte und Keulen, die mindestens seit dem 19. Jahrhundert in den 
Niederlanden nachweisbar sind, aber teilweise deutlich älter sein 
können2.

In Tabelle 1 sind die Sammler3 in alphabetischer Reihenfolge gelistet 
sowie das Eingangsjahr und, wenn feststellbar auch das Sammlungsjahr 
genannt. Wenn es sich um besonders alte Stücke handelt, sind in 
Klammern Schätzungen angegeben, die als Arbeitsthesen zu verstehen 
sind. Die Namen in der Spalte „Region/Tribus“ entsprechen den 
Suchbegriffen in meiner Datenbank, d. h. die Schreibweise ist ohne 
Sonderzeichen, entspricht nicht unbedingt der aktuellsten Diskussion 
und die Suchbegriffe stehen nicht immer für eine konkrete Gruppe, 
sondern können auch eine Region markieren. Gelb und in Klammern sind 
jeweils regionale Neuzuordnungen. Rote Schrift ist ein Hinweis, dass ein 
Einzelstück (E) oder ein Stück der Sammlung (S, WS) selten oder 
qualitativ besonders gut ist. Mit WS ist eine wissenschaftlich angelegte 
Sammlung mit eher zuverlässiger Dokumentation gekennzeichnet.

Folgende Ethnien sind in der Sammlung vertreten, die Neuzuordnungen 
sind in Klammern gesetzt: Arawak-Lokono, (Baniwa), (Campa-
Ashaninka), (Canelos), (Coeruna), Chamacoco, Kaapor, Kaingua, Kalinya, 
Karaja, Kayapo, Jivaro, Lengua, (Macushi), (Maopityan), Maquiritare, 
Mundurucu, Piaroa, (Piro), Tapirape, Tembe, Tirio, Tucano, Waiwai, 
Wapisiana, (Warrau), Wayana, (Yagua), (Yanomani), Yukpa, (Zaparo). 
Insgesamt gibt es 347 Objektnummern4 Federschmuck in der Sammlung; 
darunter zwei Stücke ohne Nummer. Möglicherweise in Brasilien 
hergestellt ist weiterhin ein mit Feder-Mosaiken verzierter Hut, der bisher 
Korea zugeordnet und wohl aus dem 18. Jahrhundert ist.

                                                                                                                                                Dr. Andreas Schlothauer	 	 20. Januar 2015

                                                                                                     www.andreasschlothauer.com // mail@andreasschlothauer.com 
 3

2 Die sehr interessante 
Sammlung Keulen in 
Leiden wird in diesem 
Artikel nicht beschrieben. 
Hier nur ein Hinweis auf 
die besonderen Keulen:
Mit Gravur: 34.05, 
213.13,  213.14, 213.15, 
213.16, 300.1186, 
360.8168, 360.8169, 
360.8170, 417.07, 427.44,  
807.66, 924.76, 997.07. 
997.08, 1200.18, 1200.19,  
1200.20, 1977.123, 
1977.125  
Ohne Gravur: 253.13, 
360.1580, 360.1581, 
360.1582, 360, .5611, 
360.5782, 422.01, 807.67,  
924.75, 1817.28, 1817.29,  
1977.127
Für meine Zuordnung der 
Keule 360.1582 zu den 
Tupinamba spricht die 
typische Tellerform des 
Schlagendes. Eine 
Materialuntersuchung 
könnte hier weiterhelfen.

3 Die Schreibeweise der 
Namen ist wie in der 
öffentlich zugänglichen 
Datenbank oder auf den 
Karteikarten. Meist ist 
dort kein Vorname 
genannt.

4 Die Anzahl der 
Objektnummern ist nicht 
identisch mit der 
Objektzahl, denn z. B. ein 
Paar Arm-Binden, Ohr-
Stecker hat jeweils nur 
eine Nummer.



Anzahl der Objekte
Mit Eingangsjahr vor 1900 sind es 75 Stücke. Ein bisher fehlender Feder-Stecker der Tucano 
(524.12) konnte bei der Nummer 360.5673 identifiziert werden. Im Zeitraum (vor 1900) werden 
mitgezählt: zwei Stücke ohne Nummer, ein Kopfschmuck aus „West-Indien“ (1634.1) mit 

                                                                                                                                                Dr. Andreas Schlothauer	 	 20. Januar 2015

                                                                                                     www.andreasschlothauer.com // mail@andreasschlothauer.com 
 4

Tabelle 2: Sammler

Name	 	 	 	 Eingangs-	 Sammeljahr	 Region/Tribus	 	 	 Art
Arnould, C.	 	 	 1893 	 	 	 	 Jivaro	 	 	 	 E
Baessler, A. Prof.	1	 	 1899 	 	 (1897-1898) 	 Jivaro (Campa, Canelo, Zaparo) 	 S
Berkelbach, J.W. van der	 	 1939 	 	 	 	 (Canelo) 		 	 	 S
Sprenkel
Boggiani, Guido	 	 	 1897	 	 	 	 Lengua	 	 	 	 E
Cavalcanti	 	 	 1898	 	 	 	 Tucano, Jivaro	 	 	 E
Christy Coll.	 	 	 1869 	 	 (1830-1860) 	 Mundurucu, (Macushi)	 	 E
Dozy, J.J. Dr.	 	 	 1941	 	 	 	 Jivaro	 	 	 	 S
Effert, Fifi	 	 	 1995	 	 	 	 Tiirio	 	 	 	 S
Einaar, D.J.T	 	 	 1938	 	 	 	 (Arawak)		 	 	 E
Fric, Alberto Vojtech	 	 1913 	 	 	 	 Chamacoco	 	 	 WS
Giglioli, E. H.	 	 	 1909 	 	 siehe Oliveira	
Goje, de H.C.	 	 	 1904	 	 	 	 Wayana	 	 	 	 WS
	 	 	 	 1937	 	 	 	 Wayana, Arawak	 	 	 WS
	 	 	 	 1951	 	 	 	 Tiirio, Wayana	 	 	 WS
Groeneveld	 	 	 1985	 	 	 	 (Baniwa)		 	 	 S
Haarlem		 	 	 1891	 	 (1885-86) 	 (Maopityan) 	 	 	 E
Hof 	 	 	 	 1963 	 	 	 	 Piaroa	 	 	 	 S
Houtzager, M.E. 	 	 	 1982	 	 	 	 Karaja	 	 	 	 S
Fricke, O.	 	 	 1903 	 	 	 	 Kaingua, Lengua	 	 	 WS
Kayser, R. mej. 	 	 	 1939 	 	 	 	 (Piro)	 	 	 	 E
Kolonialausstellung 	 	 1883 	 	 (1879-1880) 	 (Arawak, Kalinya, Palikur) 	 	 E
Laffer, Luis Tihanye	 	 1962	 	 	 	 Maquiritare, (Arawak, Yukpa?, Yanomani) S
Malkin, Borys	 	 	 1964	 	 	 	 Tapirape		 	 	 S
	 	 	 	 	 	 	 	 Kaapor	 	 	 	 S
	 	 	 	 1966 	 	 	 	 Kaapor, Tembe	 	 	 S
Mauritshuis	 	 	 1885	 	 (1650-1850) 	 (Warrau, Kariben und Arawak Guayanas) E
(Oliveira, F. Regis de)	 	 1907	 	 (1850-1900) 	 Wapisiana, (Coeruna, Yagua) 	 S
Pennard, A. Ph.	 	 	 1912	 	 	 	 	 	 	 	 WS
Rikken, H.P. 	 	 	 1906 	 	 	 	 Arawak	 	 	 	 E
Schlegel, H. Prof.		 	 1885	 	 (1840-44?) 	 (Maopityan) 	 	 	 S
Sijpestein, C. A. 	 	 	 1883 	 	 (1846-1882) 	 Arawak, (Wayana)		 	 S
Soest, J.L. van	 	 	 1982	 	 	 	 Waiwai
Sticusa	 	 	 	 1985	 	 	 	 Wayana	 	 	 	 E
Thöne, J.
 
 
 1989 
 
 
 
 (Waiwai, Tirio)
 
 
 E
Vos, Daniel de	 	 	 1989 	 	 	 	 Kayapo	 	 	 	 E
Walle, N.v.d.	 	 	 1962	 	 	 	 Campa, Jivaro	 	 	 S
Yvan, L. (Paris)	 	 	 1885	 	 (1875-1885) 	 Tucano, (Wayana) 		 	 S
Zeldzaamheden	 	 	 1882	 	 (1650-1850) 	 (Kariben und Arawak Guayanas) 	 E
Unbekannt West-Indien	 	 1907	 	 (1650-1800) 	 (Arawak? Guayanas oder Antillen)	 E
Unbekannt Nr. 5364.9 	 	 1984	 	 (1880-1900) 	 Kalinya	 	 	 	 E



Eingangsjahr 1907, der aber sicher vor 1900 gesammelt wurde und die Nummer 5364.9, ein im 
Jahr 1984 nummernlos aufgefundener Kopfschmuck. Weiterhin 12 Objekte, die wohl im Jahr 
1909 aus dem Nachlass von Enrico Hilliyer Giglioli nach Leiden kamen und recht sicher vor 1900 
gesammelt worden. Mit Entstehungsdatum vor 1900 sind es daher 91 Objekte, etwa 26,2 % des 
Gesamtbestandes. Nach 1900 gingen dann weitere 256 Objekte ein (73,8 %). Es ist jedoch nicht 
ausgeschlossen, dass einzelne dieser, AMAZONAS FEDERSCHMUCK
Museum Volkenkunde Leiden
- eine systematische Sammlungsbearbeitung1 2007-2014

Die Ziele des Artikels sind einen Überblick zur Sammlung zu vermitteln, 
mehr Informationen zu den einliefernden Sammlern zu geben sowie 
teilweise die Angaben zur regionalen Herkunft und zur Verwendung zu 
korrigieren. Dadurch werden interessante Objekte herausgearbeitet, die 
für eine weitere gemeinsame Untersuchung mit Restauratoren des 
Museums geeignet sind. Das Ziel dieses Folgeprojektes ist dann die 
systematische Erarbeitung von Objekttexten hinsichtlich Material und 
Technik.

Federschmuck und Keulen aus dem Tiefland Südamerikas gehören zu 
den ältesten Sammlungsbeständen des Museum Volkenkunde Leiden. 
Die ersten Stücke können aus dem 16. oder 17. Jahrhundert sein. 
Mindestens 347 Federschmuck-Objekte sind vorhanden, wovon etwa ein 
Viertel (91 Stück) vor 1900 gesammelt wurden. Zwischen 40 bis 60 % der 
Angaben zur regionalen Herkunft sind in dieser Gruppe entweder falsch 
oder sehr ungenau; bei den Informationen zum Typus oder Körperteil, an 
welchem das Stück getragen wurde, sind es 35 %. Ein weiteres 
interessantes Ergebnis der Auswertung ist, dass die Angaben in der 
Datenbank häufig ungenauer sind, als auf den Karteikarten und in der 

                                                                                                                                                Dr. Andreas Schlothauer	 	 20. Januar 2015

                                                                                                     www.andreasschlothauer.com // mail@andreasschlothauer.com 
 1

1 Dies ist der zweite 
Artikel vom Typus 
„Sammlungsbeabeitung“, 
der erste widmete sich 
der Federschmuck-
Sammlung der Reiss-
Engelhorn-Museen (rem) 
in Mannheim.
(Kunst&amp;Kontext 6, S. 
54-60)



Sammlungsdokumentation. Substanzielle Angaben zu Material und Technik sind die absolute 
Ausnahme, ebenso das Benennen von Vergleichsstücken bei regionalen Neuzuordnungen.

Mein erster Besuch des Leidener Museumsdepot in s’Gravensande datiert auf den 16. bis 18. 
April 2007, dort konnte ich den Federschmuck und die Keulen einzeln fotografieren. Ein zweiter 
und dritter Aufenthalt folgte am 31. Oktober 2007 sowie vom 18. bis 19. November 2008, um 
das Archivmaterial (Karteikarten, Sammlungsakten) zu fotografieren. Ein Objekt wurde 
nachträglich am 9. November 2011 erfasst. Alle Objekte sind auch in der öffentlich zugänglichen 
Datenbank des Museums mit Foto repräsentiert: www.volkenkunde.nl/collections/. Die 
Inventarbücher habe ich bisher nicht gesehen, eine Inventur als Abgleich des ehemaligen und 
des aktuellen Bestandes ist daher in dieser Bearbeitung nicht enthalten. Eine erste schriftliche 
Auswertung wurde der damaligen Südamerika-Kuratorin Laura van Broekhoven im Dezember 
2007 geschickt. Mehrmals war ich zu Projekten des Museums eingeladen: Expert-Meeting 2007, 
Treffen mit Kalinya und Tirio 2009, Treffen mit Wayana-Apalai und Lokono 2010, Objektauswahl 
für eine Vitrine der Dauerausstellung 2011, Treffen mit Kaapor 2013. Einige Fragestellungen und  
Ergebnisse der Begegnungen sind in diese Auswertung eingeflossen. 

Ähnliche Prozentzahlen gelten sicher nicht nur für 
den Federschmuck, sondern auch für andere 
Objekttypen und den gesamten Bestand 
materieller Kultur des Amazonas-Gebietes. Nicht 
zu erwarten ist, dass die Genauigkeit in anderen 
ethnographischen Museen besser ist.

Generelle Empfehlungen der Fallstudie sind:

• die Sammlungsdokumentation sollte gescannt 
verfügbar sein;

• bei regionalen Neuzuordnungen müssen 
Vergleichsstücke benannt werden;

• in Datenbanken sollte eine Art Diskussions- oder 
Kommentarfunktion enthalten sein.

Notwendig erscheint mir die Diskussion darüber wie die 
Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeit in Datenbanken zu integrieren 
sind. Denn für alle Museumssammlungen gilt, dass die frühen 
Bestände vor 1900 am schlechtesten bestimmt sind, nicht nur, Samlingsbesök. 2015-11-16. Andreas Schlothauer</pres:content><pres:context><pres:event xml:lang="sv">Tillverkad</pres:event><pres:nameLabel xml:lang="sv">Schlothauer, Andreas</pres:nameLabel><pres:timeLabel>2015</pres:timeLabel></pres:context><pres:image><pres:mediaType>image/jpeg</pres:mediaType><pres:src type="thumbnail">https://collections.smvk.se/carlotta-em/web/image/blob/3625112/00139_AmazonasLeiden+Schlothauer01.jpg</pres:src><pres:src type="lowres">https://collections.smvk.se/carlotta-em/web/image/zoom/3625113/00139_AmazonasLeiden+Schlothauer01.jpg</pres:src><pres:mediaLicense>http://kulturarvsdata.se/resurser/License#by-nc-nd</pres:mediaLicense><pres:byline xml:lang="sv">Schlothauer, Andreas</pres:byline><pres:copyright xml:lang="sv">Statens museer för världskultur</pres:copyright></pres:image><pres:references><pres:reference>http://kulturarvsdata.se/SMVK-EM/name/1555560</pres:reference></pres:references><pres:representations><pres:representation format="HTML">http://kulturarvsdata.se/SMVK-EM/arkiv/html/3625108</pres:representation><pres:representation format="XML">http://kulturarvsdata.se/SMVK-EM/arkiv/xml/3625108</pres:representation><pres:representation format="RDF">http://kulturarvsdata.se/SMVK-EM/arkiv/rdf/3625108</pres:representation></pres:representations></pres:item>